Wittislingen St. Ulrich und Martin

St. Ulrich

Bild vom St. Ulrich

Der heilige Ulrich wurde im Jahr 809 geborgen. Seine Eltern Hubald und Thietburga stammen aus einem alten Adelsgeschlecht, das in Wittislingen seinen Sitz hatte. Nach mündlicher Überlieferung wurde er westlich der Kirche (Sage vom Ulrichsglöckle) geboren. Mit 10 Jahren kam er zur Erziehung und Ausbildung ins Kloster St. Gallen. Schon bald nach der Priesterweihe wurde er im Jahr 923 zum Bischof von Augsburg berufen. Im Gegensatz zu den Fürstbischöfen seiner Zeit war er ein echter Seelsorger, der die Pfarreien seines Bistums besuchte und Not und Elend der Bevölkerung lindern half. Gegen angreifende Feinde schütze er seine Bischofsstadt Augsburg durch eine Wehrmauer. Beim Angriff der Ungarn 955 ritt er mit den Soldaten zum Schlachtfeld. Sein unerschütterliches Vertrauen in Gottes Hilfe gab auch den Soldaten Mut und Hoffnung und es gelang der entscheidende Sieg über die Feinde. Danach konnte sich Ulrich wieder seinen eigenen Bischofsaufgaben widmen. In seinem Sterbejahr 973 veranlasste er noch, dass die Gräber seiner Verwandten bei der Kirche in Wittislingen entsprechend vor den Witterungseinflüssen der Zeit geschützt wurden. Am 4. Juli 973 verstarb Ulrich in Augsburg. Bereits 20 Jahre später wurde er als erster nach einem kanonischen Heiligsprechungsprozess durch die Kirche in Rom heilig gesprochen. Sein Sterbetag war lange ein Feiertag für die Wittislinger. Heute feiern wir jedes Jahr an diesem Tag einen Gottesdienst und am Sonntag danach einen Festgottesdienst mit Pfarrfest.

Jeden Abend um 21.00 Uhr und in der Nacht um 2.00 Uhr läutet vom Kirchturm die Ulrichsglocke. Sie erinnert daran, dass der junge Ulrich sich beim Heimweg von Dillingen im dichten Nebel verlaufen hatte. Wie durch ein Wunder hörte er den Glockenklang der Heimatkirche und fand unversehrt heim.

Der heilige Ulrich wird meistens mit einem Fisch abgebildet. Die beruht der Erzählung nach auf folgende Begebenheit: Die Diskussionsrunde an einem Donnerstag dauerte über Mitternacht hinaus. Als Wegzehrung gab Bischof Ulrich dem Gast einen Teil des Festtagsbratens ab. Am nächsten Tag entpuppte sich das Fleischgericht wie durch ein Wunder als Fischgericht. Damit war die Glaubenstreue des heiligen Ulrich und sein Fasten im Sinne der Kirche erwiesen.

St. Ulrich Biographie aus Heiligenlexikon

St. Martin

Bild vom St. Martin

Der heilige Martin war der erste Patron der Wittislinger Kirche bis 1805. Wie der heilige Ulrich war er ein glaubwürdiger Kirchenmann, der sich für die Nöte der Armen eingesetzt hat. Berühmt ist vor allem die Begebenheit der Mantelteilung mit einem armen Bettler, die bereits zu seiner Soldatenzeit stattgefunden hat. Erst danach wechselte er den Dienstherrn. Nach seiner Taufe wirkte er als Seelsorger und Bischof.

St. Martin Biographie aus Heiligenlexikon

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