Mödingen "St. Otmar"

Kirchenpatron St. Otmar

Bild von St. Ottmar Bild von St. Ottmar

St. Otmar, unser Schutzpatron

Unsere Pfarrkirche ist dem Hl. Otmar geweiht und hat damit ein für unsere Region seltenes Patrozinium, das einzige im Kreisgeiet.

Otmar wurde um 689, vermutlich in der Umgebung von St. Gallen / Schweiz geboren. In der Domschule Chur erzogen, wurde Otmar nach seiner Priesterweihe zum Vorsteher der Einsiedelei des Gallus benannt, an der Stelle der heutigen Stadt St. Gallen. Er baute die Zelle mit Hilfe rätischer Mönche zum Kloster aus. 744 wurde Otmar erstmals als Abt erwähnt. 747 gab er seinem Kloster die Benediktinerregel. Otmar war sozial sehr engagiert. Er verschenkte Klostervermögen an die Armen und baute in der Nähe des Klosters das erste Haus für Aussätzige in der Schweiz. In einem weiteren Bau nahm er Kranke, Blinde und Arme auf, die er selbst betreute. Seine Nähe zum Volk brachte ihm den Namen „Armenvater“ ein. Er blieb stets bescheiden, kleidete sich nur einfach und ritt nur auf einem Esel.

Das Kloster geriet dann in die politischen Wirren im Frankenreich. 746 nutzen die fränkischen Gaugrafen die Gelegenheit das Kloster zu schwächen und klagten Otmar aufgrund von Verleumdungen an. Erst wurde Otmar in den Kerker geworfen; schließlich unter einer üblichen falschen Anklage vor Gericht gestellt und zum Hungertod verurteilt. Es folgte aber die Begnadigung zu lebenslanger Haft. Otmar wurde unter Arrest auf der Rheininsel Werd bei Stein gestellt. Noch im gleichen Jahr am 16.November 759 starb Otmar auf der Insel.

10 Jahre später holten die Mönche aus St. Gallen Otmars Leichnam zurück. Sie fanden ihn aber unverwest auf seinem Hochgrab auf der Insel. Die Legende erzählt, die Mönche hätten ein Weinfässchen als Proviant mitgenommen. Soviel sie auch daraus tranken, es blieb auf dem Hin- und Rückweg stets gefüllt. Während der Überfahrt des Bodensees mit dem Schiff tobte in der ganzen Gegend ein Sturm. Auf wundersame Weise überstand das Schiff die Überfahrt ohne Schäden; nicht einmal die Kerzen verloschen, welche zu Otmars Kopf und Füßen entzündet waren.

Nach der Überführung wurde Otmar in der Klosterkirche in St. Gallen beigesetzt. Am 25. Oktober 864 wurde Otmar heiliggesprochen. 867 wurden Otmars Gebeine in die zu seinen Ehren erbaute St. Gallener Otmarkirche gebracht.

Zurückführend auf die Legende wird der Hl. Otmar stets mit einem Abt-Stab und Weinfässchen dargestellt.

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