Bergheim "St. Michael"

Kirchenpatron

Bild St. Michael

"Wer ist wie Gott?".

Der Name des Erzengels Michael stammt aus dem Hebräischen und bedeutet

"Wer ist wie Gott?"

In der Offenbarung des Johannes befördert Michael mit seinen Engeln den Satan, der dort als Drache bezeichnet wird, aus dem Himmel: "Da entbrannte im Himmel ein Kampf; Michael und seine Engel erhoben sich, um mit dem Drachen zu kämpfen, aber sie konnten sich nicht halten, und sie verloren ihren Platz im Himmel. Er wurde gestürzt, der große Drache, die alte Schlange, die Teufel oder Satan heißt und die ganze Welt verführt; der Drache wurde auf die Erde gestürzt, und mit ihm wurden seine Engel hinabgeworfen." (Offenbarung 12,7-9).

Der Engel mit dem Flammenschwert

Auf diese Bibelstelle geht eine Legende zurück: Gott hatte, bevor die Erde entstand, ein großes Heer von Engeln und Erzengeln erschaffen. Einer von ihnen hieß Michael, ein anderer Luzifer – "Lichtträger". Dieser war auserwählt, das Licht vor dem Thron Gottes zu hüten. Eine Schar Engel um Luzifer erhoben sich gegen Gott. Sie wollten ihm nicht mehr dienen und riefen aus: "Wir sind selbst wie Gott." Da wurde der Erzengel Michael zornig. Er sammelte die guten Engel um sich und rief Luzifer und seinen Anhängern zu: "Wer ist wie Gott?"

Es folgte ein erbitterter Kampf. Dieser endete damit, dass Michael seine Gegner mit seinem Flammenschwert an einen Abgrund drängte und hinunter stürzte. Doch Luzifer sinnt - so die Legende - immer noch auf Rache. Er setzt alles daran, die Menschen zu verführen und so von Gott zu trennen. Der Erzengel Michael aber steht auf der Seite der gottesfürchtigen Menschen. Er gilt als Beschützer aller Christen und Seelenbegleiter der Verstorbenen. In Anlehnung an den Kampf mit Luzifer wird er oft mit Schwert und Lanze dargestellt - aber auch mit einer Waage. Es heißt, dass er mit ihr die Seelen der Verstorbenen wiegt.

Der deutsche Michel

Seit dem 17. Jahrhundert ist der Erzengel Michael der Schutzpatron der Deutschen. Erst durch die Französische Revolution wurde der "deutsche Michel" zur Spottgestalt. In Karikaturen als dümmlich, spießig und mit Zipfelmütze bekleidet dargestellt, galt der Michel als Inbegriff vermeintlich deutscher Eigenschaften wie naiv, bieder, schwerfällig und engstirnig. Aber warum eigentlich musste ausgerechnet der Name Michael für den Spott der Franzosen herhalten? Einfach erklärt: Dieser Vorname war in Deutschland immer schon sehr beliebt. Es bot sich für Karikaturisten deshalb an, ihre Spottfigur ebenfalls so zu nennen.

Tag der Erzengel

Der Michaelistag ist auch als der "Tag des Erzengels Michael und aller Engel" bekannt. Ludwig der Fromme (778-840) legte den Gedenktag auf den 29. September. Michael gilt als ranghöchster Engel und wird oft mit flammendem Schwert dargestellt. Er stürzte laut der Offenbarung Lucifer aus dem Himmelsreich und erweckt beim Jüngsten Gericht mit seiner Posaune die Toten aus den Gräbern. Er ist unter anderem Schutzpatron der Deutschen und aller Soldaten.

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